Ralf Stegner

Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD Schleswig-Holstein




Meine Hobbys

Ich mache sehr viele normale Dinge: Ich lese Kriminalromane, sammle Tatortfilme, spiele Skat und sehe oder spiele Fussball. Da unterscheide ich mich nicht von anderen Menschen. Und doch unterscheidet sich mein Alltag sehr. Die zeitliche Enge macht den Unterschied. Die Möglichkeit, frei darüber zu entscheiden, wann man Dinge macht, die alltäglich sind. Ich gehe zum Beispiel nie spontan zum Frisör, sondern das steht vier Wochen vorher in meinem Kalender. Das ist eigentlich schon kurios.

„Ich lese Kriminalromane, ich sammle Tatortfilme, spiele Skat und sehe oder spiele Fussball. Da unterscheide ich mich nicht von anderen Menschen.“

Tatort

Ein großer Kinogänger bin ich nicht, dafür aber ein großer Tatort-Fan. Ich habe nahezu alle Tatort-Folgen auf DVD, der Sonntagabend ist für mich ein Pflichttermin. Besonders gerne sehe ich natürlich die norddeutschen Tatorte. Axel Milberg und Sabine Postel finde ich klasse – Maria Furtwängler ebenso.

Musik

Musik ist für mich ein unglaublicher Transporteur von Emotionen. Ich höre eigentlich alles. Je nach Stimmungslage höre ich mir ein klassisches Konzert an, oder ich mach&quots rockig mit Pink Floyd und Van Morrison. Bei meinem deutschsprachigen Favoriten, Stefan Waggershausen, gefallen mir besonders die Texte – mal einfühlsam, mal kritisch, mal im Duett mit einer guten Sängerin.

Bei Twitter gibt es von mir übrigens jeden Morgen einen musikalischen Tagestip – im Bekanntenkreis oder von meinen Mitarbeitern werde ich damit auch gerne mal aufgezogen, weil auch hier das ganze Spektrum meines Musikgeschmacks wiederzufinden ist.

Drei- bis vier Mal im Jahr gehe ich mit meiner Frau zu Konzerten. Wir haben die Rolling Stones in Hannover gesehen und Elton John in Hamburg, das muss dann einfach mal sein.

Lesen

Neben der Musik ist Lesen mein Favorit: Ich gehe nie ohne ein Buch aus dem Haus, da sich immer eine Gelegenheit findet, kurz in einem Krimi, einer Biographie oder einem historischen Roman ein paar Seiten weiter zu lesen. Zum Beispiel im Zug. Beim Krimi kann ich mich wirklich entspannen, da kann man mal in eine fiktive Welt eintauchen. Dann bin ich ganz weit weg von dem, was ich sonst so treibe.

Beeindruckt hat mich die Soell-Biographie über Helmut Schmidt, fast tausend Seiten über einen der besten und interessantesten Politiker des 20. Jahrhunderts. Interessiert hat mich „Der Turm“ von Uwe Tellkamp, ein Buch über die ausgehende DDR-Gesellschaft. Das war so ein Programm, das ich mir in die Ferien gelegt habe. Da sitze ich dann auch in unserem Ohrenbacken-Sessel und lese.

Fußball

Ich bin ein echter Fußballfan, mit Kicker und allem drum und dran. Natürlich liegt mir der norddeutsche Fußball am Herzen. „Meinem“ HSV drücke ich natürlich auch in nicht so guten Zeiten die Daumen.

Eine Süd-Ausnahme mache ich für den SC Freiburg, das ist einfach ein durch und durch sympathischer Verein. Früher Volker Finke und jetzt Robin Dutt haben dort tolle Arbeit geleistet, der Aufstieg in die Bundesliga ist der verdiente Lohn dafür.

Selbst aktiv war und bin ich natürlich auch. Nicht nur als Spieler: Ich habe lange als Schiedsrichter auf dem Platz gestanden. Beim FC Landtag, der Mannschaft des schleswig-holsteinschen Parlaments stand ich auch im Tor. Ich bin Linksfüßer. Was ich mit rechts mache, gelingt mir meist nicht so gut. Ganz wie in der Politik.